Sagan, Degenkolb und Co. auf neuer Strecke

Der Topstar bei den Cyclassics in Hamburg lässt keinen Zweifel daran, dass er heute gewinnen möchte. „Ich freue mich. Der Kurs in Hamburg sollte mir liegen“, betonte Peter Sagan vor dem Rennen über 216,4 km (ab 15 Uhr live im Ersten). Worten lässt der Slowake fast immer Taten folgen: Sagan gewann im Juli zum sechsten Mal das Trikot des besten Sprinters bei der Tour de France, er hat von 2015 bis 2017 drei WM-Titel in Folge gewonnen und in diesem Jahr auch den Klassiker Paris-Roubaix.

Greipel will noch einmal beim „Heimspiel“ siegen

 
Teilnehmer an den Cyclassics 2017 © Thomas Luerweg Fotograf: Thomas Luerweg

 

Tausende Jedermänner sind bei den Cyclassics 2018 am Start. Sie sind einer davon? Dann entdecken Sie sich vielleicht nach dem Rennen hier auf einem der Fotos. mehr

Doch auch die deutschen Fahrer rechnen sich Chancen auf den Sieg aus. John Degenkolb triumphierte bereits 2013 in der Hansestadt und feierte in diesem Jahr endlich den langersehnten Etappenerfolg bei der Tour, als er das extrem schwere Teilstück nach Roubaix gewann. Bei der EM in Glasgow vor einer Woche hatte Degenkolb im strömenden allerdings nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun – ebenso wenig wie Sagan.

Zweiter deutscher Hoffnungsträger ist der Rostocker André Greipel, der die Cyclassics gern als „Heimspiel“ bezeichnet und sich 2015 ebenfalls bereits in die Siegerliste eingetragen hat. Allerdings hat der 36-Jährige in dieser Saison nur selten die Klasse vergangener Jahre gezeigt. Bei der EM fehlte Greipel, da er an der parallel stattfindenden Polen-Rundfahrt am Start war.

Strecke: Schleswig-Holstein statt Niedersachsen

Neben den Profis gehen rund 18.000 Hobby-Fahrer an den Start. Die Distanzen betragen 60, 100 und 160 km. Die Streckenführung wurde sowohl für die Profis als auch Jedermänner verändert. Da die niedersächsischen Gemeinden südlich von Hamburg aufgrund der zunehmenden Belastung durch Sport-Großveranstaltungen ihre Unterstützung für die Cyclassics beendeten, führt die 100-km-Schleife nun durch Schleswig-Holstein.

Weiterhin Teil der Strecke des Profi-Rennens ist indes der Waseberg in Blankenese. An dem kurzen, aber extrem steilen Anstieg dürfte bei der letzten Überquerung knapp 15 km vor dem Ziel auch in diesem Jahr eine Vorentscheidung fallen. Wer dort den Anschluss verliert, wird es schwer haben, bis zum Zielsprint auf der Mönckebergstraße wieder an die Spitze heranzufahren.

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