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Neue Chefin für den Bezirk Harburg gewählt

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Hamburg-Harburg bekommt eine neue Bezirksamtsleiterin. SPD, Grüne und Linke haben am Montagabend Sophie Fredenhagen mit 26 Stimmen zur Nachfolgerin des verstorbenen Thomas Völsch gewählt. Bei der Wahl in der Bezirksversammlung verfügten die drei Parteien zusammen über 28 von 51 Stimmen. „Ich bin eine nahbare Person, derer sich die Bürgerinnen und Bürger auch in Bürgersprechstunden oder Diskussionsrunden sozusagen bedienen dürfen als Gegenüber für ihre Sorgen, Nöte und Wünsche“, sagte Fredenhagen nach ihrer Wahl zu NDR 90,3. „So möchte ich diese Rolle ausfüllen.“ Inhaltich wolle sie mehr für den Wohnungsbau tun, den öffentlichen Nah- und Radverkehr ausbauen, die Verwaltung modernisieren und mehr Kita-Plätze schaffen.

CDU stimmt geschlossenen gegen Fredenhagen

Ende August hatten sich SPD, Linke und Grüne auf die Wahl Fredenhagens verständigt. Zuvor war die Große Koalition aus SPD und CDU am „Nein“ der Union zu Sophie Fredenhagen zerbrochen. Bis zu den Bezirkswahlen im Mai will die SPD nun mit wechselnden Mehrheiten arbeiten. Die CDU stimmte auch am Montagabend geschlossen gegen Fredenhagen. In einer Rede warf der Harburger CDU-Fraktionschef Ralf Dieter Fischer Fredenhagen Versäumnisse in ihrer Zeit als Referentin der Jugendhilfe in Harburg vor. Zudem werde ihre Autorität nicht ausreichen, um Harburger Interessen gegenüber dem Senat durchzusetzen.

SPD will mit wechselnden Mehrheiten weitermachen
Eigentlich sollte erst Ende September in der Bezirksversammlung über die Nachfolgerin des verstorbenen SPD-Bezirksamtsleiters Thomas Völsch abgestimmt werden, aber SPD- und CDU-Fraktion trafen sich vorher zu getrennten Probeabstimmungen im Harburger Rathaus. Das Ergebnis war für die SPD niederschmetternd: Einstimmig lehnten die Christdemokraten erneut die SPD-Kandidatin Sophie Fredenhagen ab.

Als die CDU ihrem Regierungspartner in der darauffolgenden Sitzung des Koalitionsausschusses das Ergebnis mitteilte, platzte den Sozialdemokraten der Kragen: „Wir werden die Große Koalition aufkündigen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Heimath zu NDR 90,3. Nach dem Bruch will die SPD mit wechselnden Mehrheiten weiterregieren. Jetzt muss Fredenhagen nur noch offiziell vom Senat für den Posten der Bezirksamleiterin ernannt werden. Das wird voraussichtlich am 1. Oktober geschehen.

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