Kühne: „Will meine HSV-Anteile loswerden“

m Juni hatte er angekündigt, den Hamburger SV nicht weiter finanziell zu unterstützen, jetzt geht Mäzen Klaus-Michael Kühne einen Schritt weiter: „Ich muss mich jetzt selbst disziplinieren. Deshalb will ich meine Anteile loswerden“, sagte der Logistik-Milliardär in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. Einen Käufer habe er noch nicht gefunden.

„Ich bleibe aber ein Fan“

„Es ist ein Drama, wie der Verein in sich zusammengefallen ist. Ich bleibe aber ein Fan, auch nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga“, sagte der 81-Jährige. Der Verein müsse jetzt erst einmal kleinere Brötchen backen.

Kühne, der 20,57 Prozent der Anteile hält und größter Einzelinvestor der HSV-Fußball-AG ist, hatte seit 2010 rund 100 Millionen Euro in den Verein gesteckt. Die sportliche Talfahrt konnten die Investitionen aber nicht aufhalten. Anfang des Sommers hatte Kühne angekündigt, den HSV nicht weiter zu fördern, weil sein Wunsch, seine Anteile langfristig aufstocken zu können, nicht respektiert werde. Auch damals hatte er einen Verkauf seiner Anteile nicht ausgeschlossen, „zu einem von mir bezahlten Einstandspreis und ohne Gewinn“. Bei den HSV-Wertpapieren handelt es sich um sogenannte vinkulierte Namensaktien. Dadurch ist es enorm schwierig für einen Aktionär, diese auf einen anderen Aktionär zu übertragen. Dafür müsste die Aktiengesellschaft erst ihre Zustimmung geben.

Verteilung der Anteile an der HSV Fußball AG

  • Hamburger Sport-Verein e. V.: 76,19 %
  • Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne: 20,57 %
  • Familie Burmeister: 1,35 %
  • Agrarunternehmer Helmut Bohnhorst: 1,22 %
  • Erben von Weinhändler Alexander Margaritoff: 0,67 %

Kühne, der 20,57 Prozent der Anteile hält und größter Einzelinvestor der HSV-Fußball-AG ist, hatte seit 2010 rund 100 Millionen Euro in den Verein gesteckt. Die sportliche Talfahrt konnten die Investitionen aber nicht aufhalten. Anfang des Sommers hatte Kühne angekündigt, den HSV nicht weiter zu fördern, weil sein Wunsch, seine Anteile 

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