Jetzt haben Kürbisse wieder Saison


Ob Butternut, Muskat oder der beliebte Hokkaido: Weltweit wachsen rund 800 verschiedene Kürbis-Sorten, die alle aus fünf bitter schmeckenden Wildformen gekreuzt und gezüchtet wurden. Rund 200 davon sind essbar, die übrigen ungenießbare Zierfrüchte. Ursprünglich stammen Kürbisse, die übrigens botanisch gesehen kein Gemüse, sondern Beerenfrüchte sind, aus Lateinamerika. Im 16. Jahrhundert kamen sie mit den Spaniern nach Europa.

Kochen mit Kürbis: Leckere Sorten im Überblick

Kürbisse nur mit Stiel kaufen

In den Handel kommen Kürbisse in der Regel ab Ende August und haben bis zum Spätherbst Saison. Dieses Jahr sind sie wegen des warmen Sommers bereits erhältlich. Beim Einkauf empfiehlt es sich, auf kleinere Exemplare mit Stiel zurückzugreifen. Sie haben festeres Fruchtfleisch mit weniger Fasern und einen intensiveren Geschmack als große Früchte. Außerdem sollte der Kürbis keine weichen Stellen oder gar Druckstellen haben. Ein reifer Kürbis klingt beim Klopfen auf die Schale leicht hohl und hat einen verholzten Stiel. Früchte ohne Stiel können Fäulnisbakterien enthalten und trocknen schneller aus. Kürbisse sollten kühl und dunkel gelagert werden. Einige Sorten halten sich bei guter Lagerung bis zu einem Jahr. Blanchiert sind sie etwa acht Monate tiefgekühlt haltbar.

Kalorienarm und vitaminreich

In der Küche erfreut sich der Kürbis zu Recht immer größerer Beliebtheit: Eine Kürbisfrucht enthält nur etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch und versorgt den Körper mit Vitaminen, Kalium, Kalzium und Zink. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure ist gut für Bindegewebe, Haut und Nägel.

Kürbis richtig zubereiten

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Kürbiscremesuppe im Kürbis © Fotolia.com Fotograf: Markus Mainka

Rezepte mit Kürbis

Aus Kürbisfleisch und -kernen lässt sich Leckeres zubereiten – etwa Suppen, Nudelgerichte, Beilagen oder Süßes.mehr

Als Beilage, eingelegt, in Risotto oder als Suppe – Kürbis eignet sich für die verschiedensten Gerichte. Sogar zu Marmelade, Pudding, Kompott oder Kuchen lassen sich die aromatischen Früchte verarbeiten. Allerdings ist es nicht ganz leicht, die harte Schale zu zerteilen. Eine Möglichkeit: Kürbis waschen, dann halbieren, mit einem Elektromesser oder einem Beil stückeln und mit einem scharfen Messer schälen.

Alternativ kann man die Frucht bei 200 Grad etwa 40 bis 60 Minuten im Ofen backen und dann zerkleinern. Es ist auch möglich, einen Kürbis im Ganzen zu kochen (vorher unbedingt einstechen), ihn dann zu zerkleinern und mit einem Messer oder Löffel zu entkernen und zu schälen. Einige Sorten, zum Beispiel Hokkaido und Spaghetti-Kürbis, müssen nicht geschält werden. Man kann die Schale mitessen.

Geschnittener Kürbis auf Holzbrett © fotolia.com Fotograf: photocrew

Um Kürbisse in Stücke zu schneiden, benötigt man ein gutes Messer.

Je nach Sorte beträgt die Garzeit zwischen 15 und 30 Minuten, gefüllte Kürbisse brauchen 45 bis 60 Minuten. Da nicht alle Kürbisse ein ausgeprägtes Eigenaroma besitzen, sollten sie bei der Zubereitung pikant gewürzt werden, etwa mit Curry, Chili, Muskat oder Ingwer. Generell eignen sich als Gemüsebeilage vor allem aromatische Sorten wie der Butternut-Kürbis, für Backwaren beispielsweise Hokkaido-Kürbis, für Süßspeisen und Salate sind süßlich schmeckende wie etwa der Muskatkürbis empfehlenswert.

Vorsicht: Zierkürbisse sind giftig

Während Speisekürbisse die Küche bereichern, sollten Zierkürbisse nur als Dekoration eingesetzt werden. Denn so lecker manche Zierkürbis-Sorten auch aussehen mögen: Sie sind giftig. Sie enthalten sogenannte Cucurbitacine, die aus den essbaren Kürbissen herausgezüchtet worden sind.

herbstliche Dekoration mit Zierkürbisen © NDR Fotograf:  Gudrun Dornbusch aus Schönhausen

Zur herbstliche Dekoration sind sie ideal, zum essen dagegen völlig ungeeignet: Zierkürbisse.

Ob ein Kürbis essbar ist oder ob es sich um einen ungenießbaren Zierkürbis handelt, lässt sich durch Probieren des rohen Kürbisses erkennen. „Wenn der Kürbis grässlich bitter schmeckt, bitte nicht essen. Die giftigen Bitterstoffe schädigen den Magen-Darm-Trakt, können zu Übelkeit und Bauchschmerzen führen, in extremen Fällen auch zum Tode,“ warnt Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl vom Ernährungszentrum Medicum Hamburg. Außerdem rät Riedl, beim Anbau von Kürbissen immer Original-Saatgut zu kaufen und keine Saat aus eigenem Anbau zu verwenden: „Durch die Befruchtung im Freiland entstehen nicht selten Wildformen und diese produzieren ebenfalls die giftigen Bitterstoffe.“

 

Butternut-Kürbissuppe mit Krabben

Zutaten (für 4 Personen):

Kürbissuppe mit frittierten Zwiebeln in einem Teller angerichtet © NDR

Zuerst 1 Zwiebeln pellen und würfeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken. 1 TL Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und Zwiebel-, Knoblauch- und Ingwerwürfel darin anschwitzen. Den Kürbis schälen und die Kerne entfernen. Anschließend grob würfeln und die Kürbisstücke mit in den Topf geben. Dann mit dem Gemüsefond ablöschen, die Sahne hinzufügen und mit Wasser begießen, sodass der Kürbis knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist. Etwa 20 Minuten köcheln lassen. 

In der Zwischenzeit die zweite Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Das Mehl in eine Schüssel geben und die Zwiebelringe darin wenden. Anschließend in heißem Öl frittieren. 

Wenn der Kürbis weich ist, die Suppe mit einem Mixer pürieren und abschmecken. Auf einem Teller anrichten und mit den frittierten Zwiebeln und den Krabben garnieren.

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