HSV muss auf der Hut sein, auch gegen Regensburg

Endlich mal wieder Spitzenreiter, aber es gibt noch viel zu tun und es ist noch nichts gewonnen: So ungefähr lässt sich die Gefühlslage beim Fußball-Zweitligisten Hamburger SV zusammenfassen. Nach dem schmeichelhaften Sieg im Nachholspiel in Dresden steht für die Hamburger heute die Heimpartie gegen Jahn Regensburg auf dem Programm. Für Trainer Christian Titz eine schwere Aufgabe und auch generell findet der Coach: „Du musst enorm auf der Hut sein in dieser kuriosen Liga. Jeder kann jeden schlagen.“

Wer schließt die Defensiv-Baustelle?

Auch Dresden hätte den HSV schlagen können, wenn nicht sogar müssen. Das lag vor allem an der Defensivleistung der Hanseaten, die wieder dürftig war. Titz lässt seine Elf extrem offensiv agieren, aber die Absicherungsmechanismen greifen dabei nicht. Die Folge sind zahlreiche Torchancen für die Gegner. Glück oder vielleicht auch Berechnung des HSV-Trainers: Viele Zweitliga-Mannschaften können das aufgrund mangelnder individueller Qualität nicht ausnutzen. Im Training am Freitag testete Titz eine Variante mit Leo Lacroix und Stephan Ambrosius in der Innenverteidigung. Zuletzt hatten Rick van Drongelen und David Bates gespielt. „Wir wollen Alternativen ausprobieren“, sagte der Trainer.

Wer darf im HSV-Sturm ran?

Die Hamburger wiederum verfügen im Offensivbereich über Qualität, die stets für Tore gut ist. Die Möglichkeit, vorne immer einen drauflegen zu können, kaschiert die Defensiv-Baustellen. So konzentrieren sich auch vor dem Regensburg-Spiel die Fragen eher auf die Sturmbesetzung: wieder Pierre-Michel Lassoga, Siegtorschütze Hee-chan Hwang oder vielleicht doch der zuletzt eher links liegen gelassene Jann-Fiete Arp?

Holtby und Ito wieder fit

Titz lässt sich darauf nicht ein, baut in den anstrengenden HSV-Wochen mit sechs Spielen innerhalb von 21 Tagen noch mehr als sonst auf Rotation und schaut dabei auch auf den Gegner. „Regensburg spielt ein hohes Pressing und läuft immer wieder an, dass wir da vielleicht auf schnelle Leute setzen“, ließ sich der 47-Jährige entlocken. Das würde eher für Hwang oder Arp sprechen. Titz kann zudem wieder auf Tatsuya Ito und Lewis Holtby zurückgreifen. Holtby hat einen Bändereinriss in der Fußwurzel auskuriert, Ito einen grippalen Infekt überwunden.

Auf der Suche nach dem Titz-Mix

Gute Nachrichten also für den Coach, dem es am wichtigsten ist, „dass wir die richtigen Spieler finden für das nächste Spiel.“ Es gebe Spieler, die mit der großen Belastung besser umgehen könnten, andere weniger – auch mental, so Titz. „Da müssen wir den Mix finden. Das ist nicht so einfach.“ Möglichkeiten zum Mixen hat er genug. Nach Regensburg geht es für den HSV am kommenden Donnerstag zu Greuther Fürth, ehe am übernächsten Sonntag das Derby zu Hause gegen den FC St. Pauli ansteht. Spätestens dann sollten die Defensiv-Baustellen geschlossen sein.

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