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HSV gewährt Verkaufskandidaten Sonderurlaub

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Alen Halilovic vom Hamburger SV © Witters Fotograf: Tim Groothuis

Der Hamburger SV startet am Donnerstag und Freitag mit Laktat- und Leistungstests in die Vorbereitung auf seine erste Zweitliga-Saison in der Vereinsgeschichte. Am Sonnabendmorgen folgt dann auf dem Trainingsplatz am Volksparkstadion die erste öffentliche Übungseinheit des Bundesliga-Absteigers. Der Kader des HSV ist allerdings noch recht ausgedünnt. Neben den Weltmeisterschafts-Teilnehmern Albin Ekdal, Filip Kostic und Gotoku Sakai werden auch die Nationalspieler Mergim Mavraj, Bobby Wood und Kyriakos Papadopoulos fehlen. Sie haben noch Urlaub, da sie nach dem Ende der Erstliga-Serie noch mit ihren Auswahl-Teams unterwegs waren. Und auch Walace und Alen Halilovic werden beim Aufgalopp der Hanseaten nicht dabei sein. Die beiden Verkaufskandidaten sollen sich stattdessen nach neuen Arbeitgebern umschauen.

Viel Arbeit für HSV-Sportvorstand Becker

Der Hamburger SV peilt nach dem erstmaligen Bundesliga-Abstieg die sofortige Rückkehr ins Fußball-Oberhaus an. Der neue Sportvorstand Ralf Becker soll dafür den richtigen Kader zusammenstellen.

Im Falle von Olympiasieger Walace, der sich mit verschiedenen Eskapaden ins Abseits manövriert hat, stehen die Chancen auf einen Verkauf offenbar ganz gut. „Es hat ein intensiver Austausch mit Walace und seinen Beratern stattgefunden. Beide Seiten arbeiten an einer guten Lösung“, erklärte HSV-Sportvorstand Ralf Becker der „Bild“. Dem Blatt zufolge soll Walaces Ex-Club Grêmio Porto Alegre großes Interesse an einer Rückhol-Aktion des 23-Jährigen haben, der bei den Hamburgern noch bis 2021 unter Vertrag steht. Etwas diffiziler ist die Lage bei Halilovic. Der Mittelfeldmann war zuletzt eineinhalb Jahre an UD Las Palmas ausgeliehen. Nach dem Abstieg aus der spanischen Primera Division ließ der Inselclub die Kaufoption für den Kroaten verstreichen. Auch die Option Sporting Gijon hat sich für den 22-Jährigen scheinbar zerschlagen. Sein Ex-Club verpasste den Aufstieg und kann sich seine Dienste nun wohl nicht leisten. Sollte der „Balkan-Messi“ bis zum 2. Juli keinen neuen Verein gefunden haben, müsste er nach Hamburg zurückkehren. Sein Kontrakt beim HSV läuft noch bis 2020.

Mit Großverdiener Lasogga in Liga zwei?

Wie Halilovic war auch Pierre-Michel Lasogga zuletzt ausgeliehen. Und zwar an den englischen Zweitligisten Leeds United. Anders als der Kroate wird der Stürmer aber am Donnerstag beim Trainingsauftakt dabei sein. Trotz seines für Zweitliga-Verhältnisse schwindelerregenden Einkommens von kolportierten dreieinhalb Millionen Euro pro Jahr planen die Hamburger mit dem Stürmer. Zumindest offiziell. Denn sollten sich noch Interessenten für den 26-Jährigen finden, dürfte der HSV gewiss gesprächsbereit sein. Schließlich brauchen die finanziell chronisch klammen Norddeutschen dringend Transfererlöse, um die Wünsche von Coach Christian Titz zu erfüllen. Der Übungsleiter möchte gerne noch „vier bis fünf neue Spieler“ holen.

 

 

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