Allgemein

Galopp-Derby: Folgt Weltstar auf Windstoß?

Veröffentlicht

Galopper bei der Derby-Woche in Hamburg-Horn © Fishing4

Die Namen haben noch immer einen besonderen Klang, wecken Erinnerungen. Acatenango natürlich oder Samum und Adlerflug. Oder, aus der jüngeren Historie des Deutschen Derbys, Sea The Moon, Nutan, Isfahan und Windstoß. Letzterer triumphierte im vergangenen Jahr auf der 2.400 Meter langen Galopprennbahn in Hamburg-Horn, wo Steherqualität gefragt ist. Mit Jockey Maxim Pecheur im Sattel flog der damals dreijährige Hengst aus dem Gestütt Röttgen vor lediglich 12.500 Zuschauern förmlich zum Gewinn des „Blauen Bandes“. Der Stader Andrasch Starke mit Enjoy Vijay belegte den zweiten Rang, Rosenpurpur mit Daniele Porcu den dritten Platz. Die Namen der siegreichen Pferde waren auf dem Oval in Horn jeweils schon in den Tagen vor dem Deutschen Derby in vieler Munde. War es 2017 Windstoß, so wird es vom heutigen Eröffnungstag an Weltstar sein – ein naher Verwandter des letztjährigen Derbysiegers. Bleibt nur die Frage, ob er wie sein Halbbruder den hohen Erwartungen gerecht wird.

Sieg beim Union-Rennen als Empfehlung

VIDEOS
Start beim Galoppderby in Hamburg-Horn © NDR
 
00:34

Galopp-Derby in Hamburg-Horn

27.06.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal

Am Freitag beginnt die Derby-Woche in Hamburg-Horn. Acht bis zehn Rennen pro Tag stehen auf dem Programm. Höhepunkt ist das Deutsche Derby um das „Blaue Band“ am 8. Juli.

Der Soldier Hollow-Sohn hat sich am vergangenen Sonntag in eindrucksvoller Manier selbst in die Rolle des Topfavoriten für das 149. Deutsche Derby am 8. Juli (gegen 17 Uhr) bugsiert. Unter Jockey Adrie de Vries gewann Weltstar auf der Rennbahn in Köln das 183. Oppenheim-Union-Rennen (70.000 Euro) der Gruppe II. Im wichtigsten deutschen Derby-Test kam der von Markus Klug trainierte Röttgener auf der 2.200-Meter-Strecke zu einem ungefährdeten Sieg. „Der in Hamburg noch einmal 200 Meter weitere Weg wird ihm noch einmal entgegen kommen“, sagte Klug.

Für Furore hatte Weltstar bereits im Oktober des vergangenen Jahres in Bremen gesorgt. Im Zweijährigenrennen über die Meile siegte der seinerzeit von René Piechulek gerittene Hengst mit fünfeinhalb Längen Vorsprung auf Queens Harbour. Auch Jimmu aus dem Gestüt Karlshof mit Jockey Marc Lerner und Emerald Master (Gestüt Brümmerhof) unter Alexander Pietsch werden als Kandidaten auf den Gewinn des „Blauen Bandes“ gehandelt.

Hamburger Renn-Club hofft auf Trendwende

Die wichtigsten Rennen in Horn

Fr., 29.6. Langer Hamburger
Do., 5.7. Seejagdrennen
So., 8.7. 149. Deutsches Derby

Für den Veranstalter des Deutschen Derbys, den Hamburger Renn-Club von 1852, hat die diesjährige Veranstaltung eine große Bedeutung. Vor einem Jahr zeigte sich ein weiteres Mal deutlich, dass der Galopp-Rennsport in der Krise steckt. Lediglich gut 260.000 Euro betrug der Wettumsatz – so wenig wie seit 50 Jahren nicht mehr. Eine Enttäuschung war auch der Zuschauerzuspruch: Nur 12.500 Zuschauer kamen zum Rennen um das Blaue Band, dem Höhepunkt der fünftägigen Veranstaltung. In den 1980er- und 1990er-Jahren waren 50.000 Zuschauer die Regel. Allerdings waren 2017 die Rahmenbedingungen auch ungünstig. Aufgrund des G20-Gipfelsmusste die Veranstaltung auf fünf Tage komprimiert werden, das schlechte Wetter tat sein Übriges.

Die Derby-Woche beginnt heute um 16.25 Uhr mit dem ersten von vier Rennen an diesem Tag. Weitere Höhepunkte neben dem Deutschen Derby am 8. Juli sind der Große Hansa-Preis am kommenden Sonntag, das spektakuläre Seejagdrennen am 5. Juli und die Mehl Mülhens-Trophy am 7. Juli.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.