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Dank aus Russland für Visbeker Lebensretter

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Kevin Meyer steht an einer Straße. © Kevin Meyer

Für viele ist es eine Heldentat. Für Kevin Meyer, Fußball-Fan aus Visbek im Landkreis Vechta, eine Selbstverständlichkeit. Als der 22-jährige Notfallsanitäter vor drei Wochen in Sotschi in Russland unterwegs ist, sieht er auf einer Kreuzung einen Mopedfahrer liegen. Es hatte einen Unfall gegeben. Der junge Russe ist schwer verletzt, Schädelbruch. Meyer greift ein, beatmet den Verletzten und macht eine Herzdruckmassage. „In dem Moment habe ich ihn gepackt, den Brustkorb freigemacht und die Wiederbelebung eingeleitet

Und nach fünf Minuten war der Kreislauf wieder da.“ Er rettete ihm das Leben. Für den Russen Grund genug, seinen Retter über Facebook ausfindig zu machen, um sich zu bedanken.

Du hast mein Leben gerettet“

„Hi, Kevin! Du hast mein Leben gerettet. Ich möchte Dir danken! Vielen Dank. Ich möchte Dich treffen.“ Diese Nachricht hat Kevin Meyer vor Kurzem bekommen. Geschrieben hat sie Dima, der Mopedfahrer, dessen Nachnamen Meyer nicht kennt. Es ist eine Dankesbekundung, die Meyer rührt. Der Visbeker arbeitet als Notfallsanitäter bei der Berufsfeuerwehr in Oldenburg. Aber diese Nachricht von Dima sei das erste Mal, dass sich ein Patient nach einem Unfall bei ihm meldet. „Ein außergewöhnliches Gefühl“, sagte der 22-Jährige dem NDR.

Interviews für das russische Fernsehen

Dima gehe es wieder besser, sagt Meyer. Er habe Riesenglück gehabt, ist sich Sanitäter Meyer sicher. Die beiden sind weiter im Kontakt. Dima schreibe immer morgens oder nachts. Wenn Dima wieder ganz gesund ist, soll es ein Treffen geben. Wo, wissen sie noch nicht. Nach dieser Geschichte ist der 22-jährige Visbeker, der wegen der Fußball-WM nach Russland gefahren war, ein gefragter Mann. Er musste mehrmals im russischen Fernsehen und in deutschen Medien Interviews geben. Viele betiteln ihn als WM-Helden. „Ich sehe mich nicht als Helden“, sagt Meyer. Er habe nur seine Pflicht als Mitmensch getan.

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