DVB-T2 HD: Das neue Antennenfernsehen ist da

Fernsehen in hochauflösender HD-Qualität zu empfangen, war bislang per Antenne nicht möglich. Doch das ändert sich jetzt. In weiten Teilen Norddeutschlands hat am 31. Mai 2016 der Probebetrieb von DVB-T2 HD begonnen. Hinter dem Kürzel verbirgt sich die Fortentwicklung des bisherigen digitalen Antennenfernsehens DVB-T. Wichtigste Neuerungen: Künftig werden die Programme in der besseren Bildqualität HD ausgestrahlt und es wird mehr Programme geben. Nachteile: Die bisherigen DVB-T-Empfänger müssen durch neue Geräte ersetzt werden und kommerzielle Programme gibt es nur noch gegen monatliche Zahlungen.

Der Zeitplan

Der Umstieg auf das neue DVB-T2 HD hat in einigen Ballungsgebieten mit dem Testbetrieb und sechs Programmen begonnen: Das Erste, ZDF, RTL, ProSieben, SAT.1, VOX. Im Norden sind die Großräume Kiel, Lübeck, Rostock, Schwerin, Hamburg, Bremen/Bremerhaven sowie Hannover/Braunschweig dabei. Das bisherige DVB-T funktioniert zunächst wie gewohnt weiter. Wer die sechs Programme in HD-Qualität sehen will, benötigt aber ein neues Gerät.

Am 29. März 2017 wird in den genannten Regionen und weiteren Gebieten aus dem Test der Normalfall. Statt der sechs Programme werden dann in Ballungsgebieten rund 40 in HD-Qualität ausgestrahlt, davon allein 15 öffentlich-rechtliche Programme wie NDR, Das Erste und ZDF. Mit dem alten DVB-T können Zuschauer dann nur noch drei Sender sehen: NDR, Das Erste und ZDF. Nach weiteren drei Monaten, also Mitte 2017, wird DVB-T in den genannten Regionen komplett abgeschaltet. Die übrigen Gebiete im Norden werden bis Mitte 2019 nach und nach umgestellt. Wer seine Postleitzahl eingibt, erfährt hier den ungefähren Termin für seine Region.

Künftig alles HD?

Der Empfang von DVB-T ist kostenfrei und wird aus dem Rundfunkbeitrag finanziert. Für DVB-T2 HD gilt das nicht mehr uneingeschränkt. Scharfe Bilder in HD-Qualität bieten nur die öffentlich-rechtlichen Sender ohne Zusatzkosten an. Wer kommerzielle Sender wie RTL oder SAT1 in HD sehen möchte, muss dafür 5,75 Euro pro Monat bezahlen. In der geringeren SD-Qualität gibt es die Kommerziellen nicht mehr. Nur in der Test- und einer Einführungsphase bis Ende Juni 2017 sind noch alle Programme kostenlos in HD zu empfangen.

Die neue Technik

Kurz gesagt

DVB-T = Digital Video Broadcasting-Terrestrial, digitale Video-Übertragung per Antenne
HD = High Definition, hoch aufgelöstes, „scharfes“ Bild mit vielen Bildpunkten
Set-Top-Box = Zusatzgerät zum Fernseher zum Empfang von Programmen

Der Umstieg auf DVB-T2 HD erinnert an den Beginn des digitalen Antennenfernsehens. Wer den neuen Standard empfangen will, benötigt ein Zusatzgerät – eine sogenannte Set-Top-Box – oder ein neues Fernsehgerät, das die entsprechende Technik bereits eingebaut hat. Wer jetzt ein neues Gerät kauft, sollte darauf achten, dass es auch mit dem künftigen Standard arbeitet. Geräte, die dies können, tragen meist ein grünes Logo mit dem Hinweis „DVB-T2 HD“. Es garantiert, dass sie nach dem Verfahren (Codec) HEVC oder H.265 arbeiten. Da dieser Standard im Zusammenspiel mit DVB-T2 international nicht verbreitet ist, gibt es Fernseher, die als tauglich für DVB-T2 angeboten werden, aber die deutsche Technik nicht umsetzen können. Tipp: ausdrücklich nach H.265 fragen.

Welche Geräte kaufen?

Info-Hotline

Der NDR informiert mit einer kostenlosen Telefon-Hotline über DVB-T2 HD: (08000) 63 70 99, täglich von 6.30 Uhr bis 23.30 Uhr.

Das Angebot an Geräten für DVB-T2 HD ist in den vergangenen Monaten deutlich gewachsen. Set-Top-Boxen bietet der Handel ab etwa 50 Euro an. Da DVB-T2-HD-Geräte unterschiedlich ausgestattet sind, müssen sich Kunden künftig vor dem Kauf genau überlegen, welche Sender sie in HD sehen möchten.

– Die einfachsten Geräte, ob Boxen oder Fernseher, können nur unverschlüsselte Programme empfangen – also keine kommerziellen Sender in HD. Die Unterstützung von Zusatzdiensten wie Teletext, Untertitel, EPG, Audiodeskription, die Umschaltung in die Regionalprogramme sowie eine Aufrüstmöglichkeit zum Empfang von verschlüsselten Programmen sind nicht garantiert.

– Geräte mit dem grünen Logo sind auch für die genannten Zusatzdienste ausgerüstet. Für den Empfang kommerzieller Sender in HD benötigen sie ein kostenpflichtiges Zusatzmodul der Plattform freenet TV, eine sogenannte Smartcard oder CI+ Modul, das rund 80 Euro kostet.

– Set-Top-Boxen, die das grüne freenet-TV-Logo tragen, haben das Zusatzmodul bereits eingebaut und können gegen eine Gebühr von 69 Euro pro Jahr alle verfügbaren Sender in HD-Qualität empfangen.

Antenne kann bleiben

Wer schon DVB-T empfängt, benötigt keine neue Antenne. Wie bisher hängt ein guter Empfang von einer gut ausgerichteten Antenne ab. In den Ballungsräumen reicht meist eine Zimmerantenne, auf dem Land wird eine Außen- oder Dachantenne benötigt. Im Probebetrieb bis Ende März wird allerdings noch nicht mit der vollen Leistung gesendet. Haushalte, die das Fernsehprogramm über einen Kabelanschluss oder eine Satellitenanlage empfangen, sind von den Änderungen nicht betroffen.

 

Der ganz legale Rententrick

freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile beitragserstattungIn diesen Niedrigzins-Zeiten muss man sich umschauen, wo das Geld noch Rendite bringt. Null Prozent auf dem Girokonto, vielleicht ein Prozent als Tages- oder Festgeld, das ist nicht viel. Da wären zwei oder sogar drei Prozent doch verlockend. Und wo gibt es das? Bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Seit dem 1. Januar 2017 geht es sogar noch leichter.

Geld auf einem Rentenbescheid © picture-alliance / ZB © picture-alliance / ZB

Rentenabschläge wegen vorzeitigen Renteneintritts können vermieden werden, indem die Rentenminderung durch eine Einmalzahlung ausgeglichen wird.

Wer heute jung ist, der mag sich zu Recht fragen, ob es sich lohnt, in die gesetzliche Rente einzuzahlen. Wer aber älter ist als 50, 55 oder 60 – für den steht die Rentenhöhe schon ziemlich sicher fest, so Dirk von der Heide, Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund: „Ein Versicherter, der zurzeit in Rente geht, kommt beispielsweise mit seiner Rente auf eine Rendite von derzeit drei Prozent. Langfristig wird die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung bei rund zwei Prozent liegen.“

Errechnung des Ausgleichsbetrages

Zwei bis drei Prozent ist deutlich mehr als derzeit auf dem Kapitalmarkt zu bekommen ist. Es kann sich also lohnen, mehr in die gesetzliche Rente einzuzahlen, als man ohnehin muss. Das geht neuerdings sogar schon für 50-Jährige – mit einem kleinen, ganz legalen Trick, wie kürzlich der Finanzmathematiker Werner Siepe in der ARD erklärte: „Sie teilen der Rentenversicherung mit, dass Sie mit 63 in Rente gehen möchten und bitten um die Berechnung des Ausgleichsbetrages. Sie brauchen dabei nicht zu erwähnen, dass Sie eventuell nachher etwas ganz anderes machen wollen.

Vorzeitiger Ruhestand bei voller Rente

Der Trick ist also, gegenüber der Rentenversicherung so zu tun, als wolle man vorzeitig in Rente gehen. Die Versicherung errechnet dann erstens, um wie viel die Rente dadurch geringer wird, die sogenannten Abschläge. Und sie errechnet zweitens, wie viel Geld ich heute auf einen Schlag einzahlen muss, um diese Abschläge auszugleichen. Das Ergebnis könnte zum Beispiel sein: Ein Jahr früher in Rente zu gehen bedeutet, dass die Rente von eigentlich 1.000 Euro monatlich um 36 Euro geringer ausfällt. Wer das vermeiden will, zahlt heute – auf einen Schlag – gut 8.000 Euro in die Rentenkasse ein. Damit erwirbt er sich das Recht, ein Jahr früher in Ruhestand zu gehen, bei voller Rente.

Regulärer Renteneintritt bei höherer Rente

Oder – und das ist der ganz legale Trick – er arbeitet ganz normal weiter bis zum regulären Rentenalter und kassiert anschließend für den Rest des Lebens eine höhere Rente: „Sie werden nicht gezwungen, mit 63 in Rente zu gehen, sie haben die volle Wahlfreiheit. Sie haben schlicht und einfach Geld aus freien Stücken in die gesetzliche Rentenversicherung investiert“, sagt der Finanzmathematiker.

Für Frauen besonders lohnend

Das lohnt sich ganz besonders für Frauen, denn im Schnitt leben sie länger. Außerdem für privat Krankenversicherte, denn mit der Rente steigt entsprechend ihr Zuschuss zur Krankenversicherung. Erstaunlich ist, dass nur etwa tausend Menschen jährlich zusätzlich investieren in die gesetzliche Rente. Bisher konnten das nur Ältere, ab 55. Mit dem Jahreswechsel dürfen das auch Jüngere, ab 50.

 

Diese Fette sind gesund

Speisefett hat einen schlechten Ruf: Es steht im Verdacht, dick zu machen, die Blutgefäße zu verstopfen und lebensgefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verursachen. Doch nicht alle Fette sind schädlich, einige sogar lebenswichtig.

Ungesättigte Fettsäuren: Olivenöl, Rapsöl, Fisch

Die gesunden ungesättigten Fettsäuren bildet der Mensch nicht selbst, sondern nimmt sie über die Nahrung auf.

  • Einfach ungesättigtes Fett hilft dem Körper, fettlösliche Vitamine zu verwerten. Es steckt in Lebensmitteln wie Olivenöl, Avocados, Nüssen und Margarine. Eine besonders günstige Zusammensetzung hat das Fett in Olivenöl: Aktuelle Studien zeigen, dass es sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Empfehlenswert sind zwei bis drei Esslöffel Olivenöl pro Tag.
  • Mehrfach ungesättigtes Fett ist ein wichtiger Bestandteil der Zellwände. Es ist an der Steuerung des Blutdrucks beteiligt, sorgt für einen ausgewogenen Cholesterinspiegel und reguliert Entzündungen. Besonders wichtig ist das Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren: Während Omega-3-Fettsäuren eher entzündungshemmend wirken, sind Abbauprodukte der Omega-6-Fettsäuren eher entzündungsfördernd. Um den Anteil von Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung zu erhöhen, ist es sinnvoll, mit Rapsöl zu kochen und gelegentlich fettreiche Fische wie Lachs, Makrele oder Hering zu essen. In Maßen sollten dagegen Omega-6-Fettsäuren genossen werden, zum Beispiel in Sonnenblumenöl.

Gesättigte Fettsäuren: Butter, Milch, Käse

Die in großer Menge ungesunden gesättigten Fettsäuren verstärken den Geschmack von Speisen und steigern dadurch den Appetit. Sie lassen das schlechte LDL-Cholestrin im Blut ansteigen – es kann die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßverkalkung, Demenz und Diabetes fördern. Gesättigtes Fett steckt vor allem in tierischen Produkten wie Butter, Schmalz, Sahne, Wurst, Käse und Fleisch. Das Nervensystem braucht gesättigtes Fett als Botenstoff. In Maßen sind Butter, Vollmilch und fettreicher Käse also gut für den Körper.

Transfette: Süßigkeiten, Chips, Fast Food

Ungesund sind Transfette. Sie entstehen, wenn ungesättigtes Fett stark erhitzt oder industriell gehärtet wird. Transfett steckt in Fertigprodukten, Chips und Süßigkeiten. Es hat einen ungünstigen Effekt auf den Blutfettstoffwechsel und kann Herz-Kreislauferkrankungen fördern.  

Cholesterin: Ernährung und Medikamente

Neue Forschungsergebnisse zeigen: Menschen reagieren unterschiedlich auf eine fettreiche Ernährung. Die Höhe des Cholesterinspiegels ist demnach vor allem eine Frage der Gene. Durch die Ernährung lässt sich der natürliche Cholesterinspiegel ungefähr 15 Prozent nach oben oder unten verändern. Wer zu viel schlechtes Cholesterin im Blut hat, kann dies nur teilweise über eine angepasste Ernährung ändern, sondern ist in vielen Fällen auf cholesterinsenkende Medikamenteangewiesen.

 

 

Prima Klima: Zimmerpflanzen steigern Wohlbefinden

Dicke Luft kennt jeder, der sich öfter zusammen mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen aufhält. Menschen atmen Kohlendioxid und Feuchtigkeit aus, beides lagert sich in der Raumluft an. Neben der Temperatur bestimmen diese Faktoren maßgeblich die Konzentrationsfähigkeit und das Wohlbefinden. Ideal ist eine Raumtemperatur zwischen 18 und 21 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent. Die Kohlendioxid-Konzentration in der Raumluft sollte ebenfalls nicht zu hoch sein.

In der Raumluft gelöste Schadstoffe aus Möbeln, Teppichen und Baustoffen können zudem bei empfindlichen Menschen Schwindel, Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Allergien, Asthma oder Erkrankungen der Nasennebenhöhlen auslösen. Grüne Zimmerpflanzen können helfen, das Raumklima auf natürliche Weise zu verbessern – und sogar Schadstoffe binden.

Sauerstoffspender und Luftbefeuchter

Kolbenfaden in einem Blumentopf © Picture-Alliance / Arco Images GmbH

Großblättrige Pflanzen wie der Kolbenfaden sind gut zur Luftverbesserung geeignet.

Grünpflanzen wandeln über das Chlorophyll in ihren Blättern mithilfe von Sonnenlicht Kohlendioxid unter anderem in Sauerstoff um. Dieser biochemische Vorgang heißt Fotosynthese. Ein weiterer Vorteil von Zimmergewächsen ist die natürliche Luftbefeuchtung, denn mehr als 90 Prozent des Gießwassers wird wieder an die Umgebung abgeleitet – und zwar frei von Keimen. Bei trockener Heizungsluft im Winter ist das eine Wohltat für die Nasenschleimhäute und damit eine wirksame Vorbeugung gegen Erkältungen. Bei hohen Temperaturen im Sommer sorgt die Feuchtigkeitszufuhr zudem für angenehme Kühle.

Hierbei gilt: Je mehr Pflanzen, desto größer die Sauerstoff- und Befeuchtungsleistung. Gut geeignet für diesen Zweck sind großblättrige Arten wie beispielsweise Zimmerlinde, Nestfarn, Zypergras, Ficus, Kolbenfaden oder Aralien-Arten. Abhängig von den Gießintervallen lässt sich mit Zimmerpflanzen die Luftfeuchtigkeit um etwa fünf Prozent erhöhen.

Besondere Arten für das Schlafzimmer

Bromelie © NDR Fotograf: Ralf Walter

Bromelien gehören zu den Gewächsen, die über Nacht Kohlendioxid absorbieren.

Arten, die nachts Kohlendioxid aufnehmen, können hervorragend im Schlafzimmer aufgestellt werden. Zu diesen Pflanzen gehören unter anderem der Bogenhanf, die Echte Aloe, die Bromelie oder die Orchidee. Um den Pflegeaufwand durch häufiges Gießen zu reduzieren, ist die Verwendung von Tongranulaten empfehlenswert. Sie sind außerdem weniger anfällig für gesundheitsschädlichen Schimmelpilzbefall als normale Blumenerde.

Grünpflanzen als natürliche Schadstoffkiller

Grünlilie in einem Blumentopf © Picture-Alliance / Wildlife Fotograf: D. Harms

Ist die Raumluft mit Formaldehyd belastet, können Grünlilien wirksam Abhilfe schaffen.

Einige der grünen Zimmerbewohner können jedoch noch viel mehr: Bestimmte Arten sind in der Lage Giftstoffe wie Formaldehyd (Spanplatten von Möbeln), Benzol (Lacke und Kunststoffe) oder Trichlorethylen (Farben/Lacke, chemische Reinigungsmittel) aus der Raumluft zu filtern. Australische Wissenschaftler haben in Testreihen festgestellt: Grünpflanzen können die Schadstoffbelastung in der Raumluft um mehr als 50 Prozent senken.

Hierzu universell einsetzbar sind Gewächse wie Efeu, Philodendron und Drachenbaum, aber auch das Einblatt. Wer gezielt die Formaldehyd-Belastung senken möchte, sollte unter anderem die Echte Aloe oder die Grünlilie zu Hause aufstellen.

Yahoos Desaster: 500 Mio geklaute Datensätze

Yahoos Desaster: 500 Mio geklaute                                           Datensätze

 

In einer Disziplin ist Yahoo also doch noch spitze: Noch nie wurden einem Onlinedienst derart viele Datensätze entwendet wie Yahoo. Neuer Weltrekord: Offensichtlich sind die Daten von rund 500 Millionen Yahoo-Usern in die Hände von Hackern gefallen. Nicht nur Name, Benutzername, E-Mail-Adresse und Passwort (das immerhin verschlüsselt), sondern auch Geburtsdatum, Telefonnummern sowie Sicherheitsfragen samt Antworten. Eine reichhaltige Beute also. Der eigentliche Datendiebstahl liegt bereits eine Weile zurück: Ende 2014 wurden die Daten abgesaugt, doch kürzlich erst ist der Hack aufgeflogen – und das Ausmaß klar geworden.

Der Tumblr-Blog gehört zu Yahoo

Yahoo! bietet viele Dienste an, auch flickr und tumblr

Hacker mit staatlicher Unterstützung

Yahoo vermutet staatlich unterstützte Hackerbanden als Täter. Übersetzt bedeutet das: Es werden wohl russische oder chinesische Hacker gewesen sein. Die üblichen Verdächtigen, sozusagen. Wenn das stimmt – und ich halte das für sehr wahrscheinlich -, macht es das Ausmaß dessen deutlich, was heute nicht nur möglich ist, sondern auch praktiziert wird. Ausländische Dienste saugen ab, was geht – auch mit zweifelhaften Methoden. Warum sollten Russen oder Chinesen auch zurückhaltender sein als die NSA? Die schnüffelt schließlich auch abseits jeder Rechtsstaatlichkeit Onlinekonten aus und hört Kommunikation ab. Weltweit.

Jetzt wurde also konkret gehackt. Eine halbe Milliarde betroffene Kunden – das ist eine neue Dimension. Es gibt allerdings keinen Grund anzunehmen, dass es nicht noch andere Fälle gibt, Einbrüche bei anderen großen Onlinediensten, die nur bislang unentdeckt geblieben sind. Den Yahoo-Hack haben die Sicherheitsexperten ja auch fast zwei Jahre übersehen. Entdeckt wurde das Ganz auch nur, weil ein Hacker namens „Peace“ plötzlich im großen Stil Nutzerdaten von Yahoo-Usern angeboten hat.

Yahoo meldet den bislang größten Hack

Yahoo meldet den bislang größten Hack

Hacker mit staatlicher Unterstützung

Die Passwörter sind bei Yahoo mit dem MD5-Algorithmus verschlüsselt. Ein kryptografisches Verfahren, das heute nicht mehr als wirklich sicher gilt. In der Vergangenheit wurden Yahoo sogar schon mal 450.000 Nutzerdaten mit unverschlüsselten(!) Passwörtern geklaut. Yahoo scheint also besonders anfällig zu sein. Nun könnte man einwenden, dass man heute bei allen relevanten Onlinediensten die Zwei Faktor Authentifizierung einrichten und nutzen kann. Geklaute Passwörter verlieren dann ihren Schrecken. Doch im Yahoo-Fall wurden auch persönliche Daten kopiert, ebenso Sicherheitsfragen und die passenden Antworten dazu. Das ist ein anderes Kaliber.

Grundsätzlich muss man wohl feststellen: Die Kombination aus Benutzername und Passwort hat ausgedient. Diese Methode des Einloggens ist weit davon entfernt, das Prädikat „sicher“ verdient zu haben. Es müssen also dringend neue Methoden her, etwa mit biometrischen Verfahren. Außerdem ist auch der Staat gefordert. Wenn fremde Mächte Daten abgreifen, ist das ein Angriff, der nicht ackselzuckend hingenommen werden darf, sondern der eine entsprechende Antwort verdient. Ebenso mehr Prävention und Abwehr.

Service Computer: Handy-Displays reparieren

Ärgerlich, unschön, teuer. Fällt das geliebte Smartphone mal versehentlich hin, zerbricht meist das Display. Mit etwas Glück ist nur das Glas kaputt und das Handy funktioniert noch.

Bei vielen, vor allem neueren Smartphone-Modellen aber, tut sich gar nichts mehr. Das einzige was jetzt hilft, ist der Tausch des Displays, was nicht gerade billig ist. Zumindest, wenn der Herstellersupport sich um das Gerät kümmert. Viele Reparaturdienste wie „Handykliniken, Handydoktoren und Co.“ bieten hier günstigere Alternativen und versprechen dabei nur Original-Ersatzteile zu verwenden.

Original ja, aber auch „neu“?

Auf der Suche nach einem Ersatzdisplay stößt man im Internet auf eine Vielzahl von Angeboten. Je nach Smartphone Marke und Modell beginnen die Preise schon bei kleineren zweistelligen Beträgen. Für unter 20 Euro bekommt man schon das Glas für ein Samsung Galaxy S4. Um die 80 Euro kostet bei dem gleichen Telefon die gesamte Displayeinheit. Wenn man den Anbietern glauben darf, sind die Ersatzteile original von Samsung. Ehrliche Verkäufer beschreiben ihre Produkte allerdings als „Refurbished“, also „Wiederaufbereitet“. Dagegen ist nichts einzuwenden, sagen Experten der Computerzeitschrift c’t. Es gibt chinesische Unternehmen, die Displays mit Glasschaden global aufkaufen und diese industriell reparieren. Anschließend werden die Ersatzteile wieder auf den Markt gebracht. Aber sie sollten nicht als „Neu“ verkauft werden.

Service Computer: Handy-Displays reparieren

Leichte Abweichungen in der Helligkeit

Wer sich für ein wiederaufbereitetes Display entschließt, muss mit einigen, kleineren Mängeln rechnen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein „refurbished“ Display dunkler ist, als ein „Neues“. Besonders bei Smartphones, bei denen das Glas mit dem Touchdisplay maschinell verklebt wurde. Beim Wiederaufbereitungsprozess, muss dieser Kleber erhitzt werde, damit man das zerborstene Glas vom intakten Display trennen kann. Anschließend wird ein neues Glas manuell aufgeklebt. Hierbei können leichte Beschädigungen nicht ausgeschlossen werden, die aber ohne weiteres hinnehmbar sind und oft nur in Labortests auffallen. Dafür kosten die „Original-Gebrauchten“ aber etwa nur die Hälfte, im Vergleich zum nagelneuen Ersatzteil. Außerdem kann man immer noch den Artikel zurückschicken, wenn man mit dem Resultat nicht zufrieden ist.

Vorsicht beim Kauf im Internet

Während einige chinesische Firmen darauf spezialisiert sind, defekte Smartphone-Displays wieder herzustellen, sollten unerfahrene Bastler lieber die Finger vom Selbstversuch lassen. Denn viele, neuere Smartphones wie die Generationen von Samsung S5 aufwärts, Sony Experia oder Apple iPhone lassen sich nicht ohne weiteres reparieren. Selbst das Öffnen des Gehäuses erweist sich häufig als schwierig, wenn man nicht das richtige Werkzeug hat. So sind häufig die Handys, bei denen der Akku nicht ausgetauscht werden kann, komplett verklebt. Um den Kleber zu lösen, wird das Handy auf 90 bis 92 Grad Celcius erhitzt. Bei ein paar Grad mehr ist das Smartphone kaputt -ein paar Grad weniger und das Gerät lässt sich nicht öffnen. Im Internet werden trotzdem für diese Modelle einzelne Frontgläser verkauft. Zum Teil auch zusammen mit einer UV-Lampe und Billigwerkzeug. Experten raten davon ab, hier selbst am Smartphone zu fuschen. Das Glas vom papierdünnen Display zu trennen,  wie chinesische Spezialfirmen das machen, ist auf dem Küchentisch nicht machbar. Das anschließende, staubfreie verkleben auch nicht.

Wer die Finger nicht davon lassen kann….

Bei einigen Modellen selbst Hand anzulegen, kann sich trotzdem lohnen. Zum Beispiel beim Samsung Galaxy S2, S3 oder S4. Hier sind die Smartphones noch relativ einfach zu öffnen. Die Rückseite ist nicht verklebt, genau so wenig wie das Glas mit dem Display. Wer eine ruhige Hand hat, sauber arbeiten kann und sich die Mühe nicht scheut, das Glas selber auszutauschen, kann für etwa 20 Euro sein Gerät selbst reparieren. Da die älteren Geräte nicht mehr viel wert sind, hält sich auch das finanzielle Risiko mit dem Reparaturversuch noch mehr zu zerstören, in Grenzen. Höherwertige oder neuere Geräte sollte aber eher der Fachmann reparieren. Zum einen kennt der sich mit den Geräten und den individuellen Schwachstellen aus, zum anderen trägt er das gesamte Risiko, wenn beim Tausch des Displays ein Missgeschick passiert.  Zerbricht beim Einbau zum Beispiel das Austauschdisplay, kann das beim iPhone S6 schnell mal 180 Euro Verlust bedeuten.  Außerdem kostet der Tausch beim Fachmann oft nur unwesentlich mehr, als das Ersatzteil im Internet.

Garantie

Unter den Smartphone-Herstellern, ist  Apple mit der einzige, der keine Ersatzteile an Endkunden verkauft. Nur lizensierte Reparaturwerkstätte erhalten neue oder wiederaufbereitete Ersatzteile, und dürfen diese einbauen. Dadurch bleibt dem Kunden aber auch gleichzeitig die Gerätegarantie erhalten. Anders ist das bei Samsung und Co. Hier sind die Ersatzteile oft frei erhältlich. Wer aber selbst an seinem Smartphone bastelt, muss damit rechnen, nicht nur das Gerät stärker zu beschädigen, sondern auch die Garantie zu verlieren, sofern noch eine besteht.