TSV Buchholz 08 1 Herren Oberliga Hamburg (Saison 2017 / 2018)

TSV Buchholz 08 1 Herren Oberliga Hambur

    g (Saison 2017 / 2018)

    Schock beim HSV: Müller erleidet Kreuzbandriss

    Der Hamburger SV muss in den kommenden Monaten auf Nicolai Müller verzichten. Der Offensivmann des Bundesliga-Dinos hat sich beim 1:0 (1:0)-Erfolg der Hanseaten gegen den FC Augsburg einen Riss des vorderen rechten Kreuzbandes zugezogen. Das gab der HSV nach einer genauen Untersuchung im Universitätsklinikum am Sonntag bekannt und nannte als Ausfallzeit „zirka sieben Monate“. In den kommenden Tagen wird der 29-Jährige operiert.

    „Die Diagnose ist ein großer Schock für uns, ein schwerer Schlag zum Saisonstart und natürlich extrem bitter auch für Nicolai“, wurde Sportchef Jens Todt in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Wir wünschen ihm einen guten Heilungsverlauf und unterstützen ihn dabei, so gut wir können.“ Trainer Markus Gisdol sagte: „Es ist vor allem auch traurig für ihn. Er kam gut rein, hat frisch gewirkt.“ Der Ausfall tue weh.

    Beim eigenen Torjubel verletzt

    Nach den Bildern vom Vortag schwante den Vereinsverantwortlichen, Mitspielern und Zuschauern bereits Böses. Gerade hatte Müller die Hamburger mit 1:0 in Front geschossen. Der 29-Jährige drehte zum Jubeln ab, drehte dabei einige Pirouetten und machte noch einen Hopser. In diesem Bewegungsablauf passierte es, Müller verdrehte sich das Knie. Und als seine Mitspieler ihn zum Feiern erreichten, saß der Torschütze bereits schreiend am Boden und deutete auf sein Knie.

    Wird der HSV noch mal aktiv?

    Die Mediziner des HSV signalisierten schnell einen Wechsel, Müller versuchte es dann aber doch noch mal. Die Hoffnung währte aber nur kurz, die Auswechslung folgte wenig später. Das Tor reichte den Hamburgern zum Sieg, der Ausfall schmerzt allerdings sehr. Womöglich werden die Hanseaten noch einmal auf dem Transfermarkt tätig. „Wir sind schon so aufgestellt, dass wir jetzt nicht zusammenbrechen“, meinte Gisdol, fügte aber auch hinzu: „Wir müssen sehen, ob es Sinn macht, noch mal tätig zu werden.“

    Viviani gewinnt Cyclassics in Hamburg

    Elia Viviani hat die 22. Auflage der Cyclassics in Hamburg gewonnen. Der Italiener vom Team Sky setzte sich am Sonntag im Schlussspurt auf der Mönckebergstraße vor Arnaud Démare aus Frankreich sowie dem Niederländer Dylan Groenewegen durch. Auf dem rund 221 Kilometer langen Kurs hatte bis zur kurz vor Schluss eine Ausreißergruppe den Ton angegeben. Doch dann machte das Hauptfeld ernst und holte sie rechtzeitig ein. Erst viermal haben deutsche Radprofis in der Hansestadt triumphiert: Jan Ullrich (1997), Erik Zabel (2001), John Degenkolb (2013) und André Greipel (2015), der diesmal Fünfter wurde. Damit war der Rostocker bester Deutscher. Marcel Kittel musste am Waseberg abreißen lassen. 

    Siegerliste der Sprinter

    Ein Sieg im Massensprint ist in Hamburg fast schon üblich: Der Blick auf die Siegerliste der Cyclassics zeigt, dass dort tatsächlich die Sprinter in der Überzahl sind: Neben Zabel, Degenkolb und Greipel gewannen unter anderem auch die Norweger Alexander Kristoff und Edvald Boasson Hagen, der US-Amerikaner Tyler Farrar (einziger Doppelsieger) sowie die australischen Sprintlegenden Robbie McEwen und Stewart O’Grady. „Ich will jetzt nicht rumweinen, aber es haben Frische und die Körner gefehlt. Gefühlt bin ich gerade ganz schön am Arsch und will einfach nur die Füße hochlegen“, sagte Kittel sichtlich erschöpft.

    20.000 Jedermänner am Start – auch Stefan Kuntz

    Vor den Profis waren rund 20.000 Hobbyradler auf die drei Jedermann-Strecken (60, 120, 180 Kilometer) an den Start gegangen. Auch Stefan Kuntz, Fußball-Trainer der deutschen U21-Europameister, trat über 60 Kilometer in die Pedale. „Ich bin froh, ein bisschen Sport zu treiben, und es ist auch eine schöne Art und Weise, die Stadt kennenzulernen“, sagte der 54-Jährige, der die Strecke in 1:41:07 Stunden absolvierte. 

    Das Aus für Celles Handballerinnen

    Der Frauen-Handball auf professioneller Ebene ist beim SV Garßen-Celle Vergangenheit: Weil die Finanzierung für die kommende Zweitliga-Saison nicht gesichert werden konnte, hat sich der Bundesliga-Absteiger vier Wochen vor dem Ligastart mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb ab- und Insolvenz angemeldet. „Wir haben alles versucht, konnten jedoch die Altlasten aus der Vergangenheit leider nicht mehr abwenden“, wird Celles Pressesprecher Torsten Gadegast in einer Mitteilung des SVG zitiert. Celle war 1998 in die Zweite Liga aufgestiegen und spielte zuletzt drei Jahre in Folge in der Bundesliga.

    Am Ende fehlten 15.000 Euro

    „Wir sind alle enttäuscht. Es ist das Ende einer Ära. Bundesliga-Handball und Celle gehörten immer fest zusammen“, sagte Andreas Meyer, Sprecher der SVG Celle Handball GmbH, der „Celleschen Zeitung“. 15.000 Euro hätten bis zum Donnerstag zusammenkommen müssen, um die neue Saison finanziell zu stemmen, erklärte der 34-Jährige. Das hing mit einem Ultimatum „einer etablierten Spielerin“ zusammen: „Wenn die Mannschaft bis dahin nicht steht, will sie gehen. Und dann werden sich andere anschließen. Und ohne Mannschaft mache ich auch nicht weiter“, bestätigte Trainer Ingmar Steins, der erst vor wenigen Wochen in Celle angeheuert hatte. Zuvor hatte Renee Verschuren als Spielertrainerin fungiert.

    Gehälter stehen noch aus

    Schon im April drohte dem SVG die Insolvenz, finanzielle Zusagen von bestehenden und potenziellen neuen Sponsoren wendeten das Aus jedoch ab. „Aus dieser Rettungsaktion wurden aber zugesagte Gelder in Höhe von 33.000 Euro noch nicht überwiesen“, sagte Meyer: „Wenn ich diese Summe hätte, wäre der Betrieb bis Oktober gesichert.“ Schriftlich fixiert wurde damals nichts. „Ich habe mich aufs Ehrenwort verlassen. Meyer bestätigte zudem noch ausstehende Monatsgehälter für drei Spielerinnen, die den Verein bereits verlassen haben. Auch in den vergangenen Wochen der Vorbereitung flossen keine Gelder. Ein geplantes Trainingslager sowie ein Testspiel und eine Turnierteilnahme wurden abgesagt.

    Dieses Thema im Programm:

    Hallo Niedersachsen | 10.08.2017 | 19:30 Uhr

     

    Handball-WM: Ja zu Hamburg, Nein zu Kiel

    Die Arena in Hamburg beim Spiel gegen Kiel © Fishing4

    Die Hamburger Arena wird Austragungsort der Handball-WM.

    Die Handball-Hochburg Kiel spielt bei der Weltmeisterschaft 2019 in Deutschland und Dänemark keine Rolle. Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt, Heimat des deutschen Rekordmeisters THW Kiel, ist bei der Vergabe der WM-Standorte leer ausgegangen. „Das Präsidium des Deutschen Handballbundes hat sich einstimmig für Berlin, München, Köln und Hamburg und damit die vier größten deutschen Städte entschieden. Wir geben dem Handball große Bühnen und folgen in der Turnierplanung der Philosophie, unseren Sport von Süd nach Nord zu präsentieren“, erklärte der Präsident des deutschen Handballbundes, Andreas Michelmann.

    Grote: „Attraktivste WM-Spiele in Hamburg“

    Die Geschäftsführer der 10.000 Zuschauer fassenden Kieler Arena hatten ihren Hut für die Austragung einer Vorrundengruppe und einer Hauptrunden-Gruppe in den Ring geworfen – vergeblich. Das Eröffnungsspiel des Turniers findet am 10. Januar in Berlin (14.800 Zuschauer) statt, dort werden auch die deutschen Vorrundenspiel ausgetragen. Weitere Vorundenspiele gibt es in München (12.000), Hauptrundenpartien in Köln (19.500), wo regelmäßig auch das Final Four der Champions League stattfindet. In Hamburg (14.000) sollen die Halbfinals gespielt werden. „Wir werden Gastgeber der beiden attraktivsten WM-Spiele in Deutschland sein“, erklärte der Sportsenator der Hansestadt, Andy Grote (SPD). WM-Schauplätze in Dänemark sind Kopenhagen und der Endspielort Herning.

    Storm: „Schade für unser handballbegeistertes Publikum“

    Thorsten Storm, Geschäftsführer des THW Kiel, bedauerte die Absage: „Das ist schade für unser handballbegeistertes Publikum. Kiel war bei Länderspielen immer eine Bank, das waren immer echte Feste. Und ich weiß nicht, ob das in München auch so sein wird.“ Michelmann hielt dagegen: „Man muss sich entscheiden, ob man mit den Adlern fliegen oder mit den Fröschen quaken will. Wir wollten unsere WM-Spiele auf ganz Deutschland verteilen und sind davon überzeugt, mit großem Zuschauerzuspruch einen wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen zu können.“ Neben Kiel wurden auch die Hallen von Meister RN Löwen (Mannheim) und Vizemeister Flensburg nicht für die WM berücksichtigt.