Sommertour: Hot Chocolate heizt Walsrode ein

„Singt mit“, fordert Hot Chocolate auf der Bühne – und Walsrode singt, klatscht und tanzt. Mit ihren großen Hits wie „You Sexy Thing“, „Every 1’s A Winner“, „No Doubt About It“, „It Started With a Kiss“ und anderen hat die britische Band zusammen mit den Walsrodern das Finale der NDR Sommertour gefeiert. Insgesamt 13.500 Menschen kamen im Verlauf des Abends auf den Großparkplatz an der Poststraße, um die Hot-Chocolate-Klassiker aus der Disco-Ära live mitzuerleben

Schock beim HSV: Müller erleidet Kreuzbandriss

Der Hamburger SV muss in den kommenden Monaten auf Nicolai Müller verzichten. Der Offensivmann des Bundesliga-Dinos hat sich beim 1:0 (1:0)-Erfolg der Hanseaten gegen den FC Augsburg einen Riss des vorderen rechten Kreuzbandes zugezogen. Das gab der HSV nach einer genauen Untersuchung im Universitätsklinikum am Sonntag bekannt und nannte als Ausfallzeit „zirka sieben Monate“. In den kommenden Tagen wird der 29-Jährige operiert.

„Die Diagnose ist ein großer Schock für uns, ein schwerer Schlag zum Saisonstart und natürlich extrem bitter auch für Nicolai“, wurde Sportchef Jens Todt in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Wir wünschen ihm einen guten Heilungsverlauf und unterstützen ihn dabei, so gut wir können.“ Trainer Markus Gisdol sagte: „Es ist vor allem auch traurig für ihn. Er kam gut rein, hat frisch gewirkt.“ Der Ausfall tue weh.

Beim eigenen Torjubel verletzt

Nach den Bildern vom Vortag schwante den Vereinsverantwortlichen, Mitspielern und Zuschauern bereits Böses. Gerade hatte Müller die Hamburger mit 1:0 in Front geschossen. Der 29-Jährige drehte zum Jubeln ab, drehte dabei einige Pirouetten und machte noch einen Hopser. In diesem Bewegungsablauf passierte es, Müller verdrehte sich das Knie. Und als seine Mitspieler ihn zum Feiern erreichten, saß der Torschütze bereits schreiend am Boden und deutete auf sein Knie.

Wird der HSV noch mal aktiv?

Die Mediziner des HSV signalisierten schnell einen Wechsel, Müller versuchte es dann aber doch noch mal. Die Hoffnung währte aber nur kurz, die Auswechslung folgte wenig später. Das Tor reichte den Hamburgern zum Sieg, der Ausfall schmerzt allerdings sehr. Womöglich werden die Hanseaten noch einmal auf dem Transfermarkt tätig. „Wir sind schon so aufgestellt, dass wir jetzt nicht zusammenbrechen“, meinte Gisdol, fügte aber auch hinzu: „Wir müssen sehen, ob es Sinn macht, noch mal tätig zu werden.“

Viviani gewinnt Cyclassics in Hamburg

Elia Viviani hat die 22. Auflage der Cyclassics in Hamburg gewonnen. Der Italiener vom Team Sky setzte sich am Sonntag im Schlussspurt auf der Mönckebergstraße vor Arnaud Démare aus Frankreich sowie dem Niederländer Dylan Groenewegen durch. Auf dem rund 221 Kilometer langen Kurs hatte bis zur kurz vor Schluss eine Ausreißergruppe den Ton angegeben. Doch dann machte das Hauptfeld ernst und holte sie rechtzeitig ein. Erst viermal haben deutsche Radprofis in der Hansestadt triumphiert: Jan Ullrich (1997), Erik Zabel (2001), John Degenkolb (2013) und André Greipel (2015), der diesmal Fünfter wurde. Damit war der Rostocker bester Deutscher. Marcel Kittel musste am Waseberg abreißen lassen. 

Siegerliste der Sprinter

Ein Sieg im Massensprint ist in Hamburg fast schon üblich: Der Blick auf die Siegerliste der Cyclassics zeigt, dass dort tatsächlich die Sprinter in der Überzahl sind: Neben Zabel, Degenkolb und Greipel gewannen unter anderem auch die Norweger Alexander Kristoff und Edvald Boasson Hagen, der US-Amerikaner Tyler Farrar (einziger Doppelsieger) sowie die australischen Sprintlegenden Robbie McEwen und Stewart O’Grady. „Ich will jetzt nicht rumweinen, aber es haben Frische und die Körner gefehlt. Gefühlt bin ich gerade ganz schön am Arsch und will einfach nur die Füße hochlegen“, sagte Kittel sichtlich erschöpft.

20.000 Jedermänner am Start – auch Stefan Kuntz

Vor den Profis waren rund 20.000 Hobbyradler auf die drei Jedermann-Strecken (60, 120, 180 Kilometer) an den Start gegangen. Auch Stefan Kuntz, Fußball-Trainer der deutschen U21-Europameister, trat über 60 Kilometer in die Pedale. „Ich bin froh, ein bisschen Sport zu treiben, und es ist auch eine schöne Art und Weise, die Stadt kennenzulernen“, sagte der 54-Jährige, der die Strecke in 1:41:07 Stunden absolvierte. 

Das Aus für Celles Handballerinnen

Der Frauen-Handball auf professioneller Ebene ist beim SV Garßen-Celle Vergangenheit: Weil die Finanzierung für die kommende Zweitliga-Saison nicht gesichert werden konnte, hat sich der Bundesliga-Absteiger vier Wochen vor dem Ligastart mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb ab- und Insolvenz angemeldet. „Wir haben alles versucht, konnten jedoch die Altlasten aus der Vergangenheit leider nicht mehr abwenden“, wird Celles Pressesprecher Torsten Gadegast in einer Mitteilung des SVG zitiert. Celle war 1998 in die Zweite Liga aufgestiegen und spielte zuletzt drei Jahre in Folge in der Bundesliga.

Am Ende fehlten 15.000 Euro

„Wir sind alle enttäuscht. Es ist das Ende einer Ära. Bundesliga-Handball und Celle gehörten immer fest zusammen“, sagte Andreas Meyer, Sprecher der SVG Celle Handball GmbH, der „Celleschen Zeitung“. 15.000 Euro hätten bis zum Donnerstag zusammenkommen müssen, um die neue Saison finanziell zu stemmen, erklärte der 34-Jährige. Das hing mit einem Ultimatum „einer etablierten Spielerin“ zusammen: „Wenn die Mannschaft bis dahin nicht steht, will sie gehen. Und dann werden sich andere anschließen. Und ohne Mannschaft mache ich auch nicht weiter“, bestätigte Trainer Ingmar Steins, der erst vor wenigen Wochen in Celle angeheuert hatte. Zuvor hatte Renee Verschuren als Spielertrainerin fungiert.

Gehälter stehen noch aus

Schon im April drohte dem SVG die Insolvenz, finanzielle Zusagen von bestehenden und potenziellen neuen Sponsoren wendeten das Aus jedoch ab. „Aus dieser Rettungsaktion wurden aber zugesagte Gelder in Höhe von 33.000 Euro noch nicht überwiesen“, sagte Meyer: „Wenn ich diese Summe hätte, wäre der Betrieb bis Oktober gesichert.“ Schriftlich fixiert wurde damals nichts. „Ich habe mich aufs Ehrenwort verlassen. Meyer bestätigte zudem noch ausstehende Monatsgehälter für drei Spielerinnen, die den Verein bereits verlassen haben. Auch in den vergangenen Wochen der Vorbereitung flossen keine Gelder. Ein geplantes Trainingslager sowie ein Testspiel und eine Turnierteilnahme wurden abgesagt.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 10.08.2017 | 19:30 Uhr

 

Radiopreis 2017 am 7. September in der Hamburger Elbphilharmonie

Durch unterschiedlich beleuchtete Fenster ist auf einer Fassade der Elbphilharmonie  in Hamburg das Wort "Fertig" zu lesen. © dpa-Bildfunk Fotograf: Christian Charisius

 

 

Der Termin für den Deutschen Radiopreis 2017 steht fest: Die Auszeichnung wird im kommenden Jahr am 7. September verliehen. Das haben Stifter und Kooperationspartner der Veranstaltung jetzt festgelegt. Bei der achten Verleihung des Deutschen Radiopreises werden die Besten der deutschen Radiobranche ihre Auszeichnungen erstmals in der Elbphilharmonie entgegen nehmen – eine Ausnahme nur für 2017, wie Joachim Knuth, Vorsitzender des Radiopreis-Beirats und NDR Programmdirektor Hörfunk betont:

„Die Radiopreis-Verleihung 2017 ist eine Mischung aus Tradition und Innovation: Bewährt ist der Termin Anfang September – neu und spektakulär dagegen ist der Ort der Veranstaltung: die Elbphilharmonie. Sie wird den Deutschen Radiopreis in einem besonderen Glanz erstrahlen lassen; weit über die Grenzen Hamburgs und Deutschlands hinaus. Ich freue mich, dass wir mit dem Radiopreis Gäste der Elbphilharmonie sein dürfen und damit ein einmaliges Ausrufezeichen setzen.“

Radiopreis-Gala mit besonderer Atmosphäre

Lutz Kuckuck | Geschäftsführer Radiozentrale © Radiozentrale

Für Lutz Kuckuck bietet die Elbphilharmonie den perfekten Rahmen für die Radiopreis-Gala.

Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale und Radiopreis-Beirat: „Seit sieben Jahren ist jede Verleihung des Deutschen Radiopreises ein echtes Highlight und ein unvergesslicher Abend ganz im Zeichen der Leidenschaft für Radio. Im kommenden Jahr erwartet uns allerdings noch eine Steigerung, denn wir sind in der Hamburger Elbphilharmonie zu Gast – und das in ihrem Eröffnungsjahr. Der große Saal bietet uns den glanzvollen Rahmen und die perfekte Akustik, um diejenigen zu ehren, die tagtäglich dafür sorgen, dass Millionen Hörer in ganz Deutschland das Radio einschalten. Wir dürfen sehr gespannt sein!“

Stifter des Deutschen Radiopreises sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland. Zu den Kooperationspartnern zählen das Grimme-Institut, die Freie und Hansestadt Hamburg, die Radiozentrale – eine gemeinsame Plattform privater und öffentlich-rechtlicher Sender zur Stärkung des Hörfunks – sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS. Die Federführung liegt beim Norddeutschen Rundfunk.