Niedersachsen geht offiziell unter die Winzer

Ein Glas Wein des Jahrgangs 2014 glitzert in Sonne im Weinberg im Garten des Magdalenenklosters in Hildesheim. © dpa - Bildfunk Fotograf: Julian Stratenschulte

Prost! Niedersachsen wird formal das 14. deutsche Weinanbaugebiet.

Wer an Weinanbau in Deutschland denkt, dem fallen wohl zuerst die südlichen Weinregionen Pfalz, Rheinhessen, die Mosel oder zur Not auch das Saale-Unstrut-Gebiet ein. Doch das könnte sich bald ändern: Wegen des Klimawandels und einer neuen EU-Regelung ist kommerzieller Weinanbau schon bald auch in Niedersachsen möglich. Bisher lag der Weinanbau hier in der Hand weniger Privatleute, die das Winzern als Hobby betreiben. In Zukunft können interessierte Winzer den Wein erstmals auch geschäftsmäßig anbauen, vermarkten und vertreiben. Denn Niedersachsen hat vom Bund seine ersten Weinbaurechte erhalten – und wird damit formal das 14. Anbaugebiet in Deutschland.

Anbau und Verarbeitung sind stark reglementiert

Anbau der Reben und Verarbeitung der Trauben für erwerbsmäßige Zwecke sind streng reglementiert und werden kontrolliert. Bisher durften von einem Hobby-Weinbauern nur bis zu 99 Rebstöcke angebaut werden. Diese privaten Gebiete liegen unter anderem in Hildesheim, bei Oldenburg, bei Bremen und in Hitzacker.

Meyer: „Nord-Süd-Gefälle beim Weinbau abmildern“

Zehn niedersächsische Neu-Winzer haben nun drei Jahre Zeit, auf Grundstücken mit insgesamt rund 7,6 Hektar Fläche Rebstöcke anzubauen. Das entspricht etwa der Größe von 15 Fußballfeldern. Für das Landwirtschaftsministerium in Hannover ist der neue Agrarzweig ein wichtiger Schritt: „Es wurde höchste Zeit, das Nord-Süd-Gefälle beim Weinbau in Deutschland abzumildern“, sagte Agrarminister Christian Meyer (Grüne). „Ich bin gespannt auf die ersten edlen Tropfen aus der Region.“

Den Markt wirklich aufmischen wird Niedersachsen mit seinen 7,6 Hektar zunächst allerdings ganz sicher nicht. Denn allein in Rheinland-Pfalz beträgt die Weinanbaufläche 64.000 Hektar.

 

 

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Harzburger Gestüt gerettet, Mitarbeiter gekündigt

Harzburger Gestüt gerettet, Mitarbeiter gekündigt.

"Adlerflug" wird nach Köln abtransportiert. © NDR Fotograf: Sabine Hausherr

„Adlerflug“ wird am Dienstag direkt nach Köln gebracht, auf ein anderes Gestüt. Nach der Sanierung soll der Deckhengst zurück nach Bad Harzburg kommen.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Am Dienstagmorgen haben die neun Pferdepfleger des Vollblutgestüts Bad Harzburg erfahren, dass sie zum Monatsende die Kündigung zugestellt bekommen. Einige Stunden später wurde bereits das beste Pferd im Stall, Zuchthengst „Adlerflug“, verladen und auf das Gestüt Schlenderhan nach Köln gebracht. In den kommenden Wochen sollen auch alle anderen Zucht- und Pensionspferde vom Hof und das Gelände geräumt sein. Der Plan dahinter: Das Traditionsgestüt wird umfangreich saniert, neue Eigentümer und Pächter sollen seine Zukunft sichern.

Mehrere Gestüte wollen Harzburg gemeinsam betreiben

Liegenschaften und Gebäude gehören derzeit dem Land Niedersachsen, werden aber nach der Sanierung an die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) verkauft. Die Arbeiten sollen so bald wie möglich beginnen und 2018 abgeschlossen werden. Pächter des Gestüts ist seit 50 Jahren die Norddeutsche Landesbank, die es über das Tochterunternehmen Braunschweig GmbH betreibt. Die Nord/LB will aus dem Geschäft aussteigen und wird von der in Gründung befindlichen Gestüt Harzburg GmbH, abgelöst.

„Adlerflug“ kehrt auf Heimatgestüt zurück

Die Gestüt Harzburg GmbH übernimmt auch den 62,5-prozentigen Anteil der Nord/LB an „Adlerflug“, die übrigen Anteile liegen bei sechs weiteren Besitzern. Einer davon ist das Gestüt Schlenderhan, wo der Hengst die kommenden zwei Decksaisons bleiben soll. Anschließend kehrt er nach Bad Harzburg zurück. „Wir sind sehr froh, dass wir uns mit der Nord/LB über den Kauf von ‚Adlerflug‘ einigen konnten und damit ein wesentlicher Bestandteil unseres neuen Gestütskonzepts erreicht ist“, sagte der Präsident des Harzburger Rennvereins, Stephan Ahrens. Der Verein wird einer der Investoren in der Gestüts GmbH sein. Über die Höhe des Kaufpreises wollte er sich nicht äußern. Schätzpreise für das Tier gehen in die Millionen.

 

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Yahoos Desaster: 500 Mio geklaute Datensätze

Yahoos Desaster: 500 Mio geklaute                                           Datensätze

 

In einer Disziplin ist Yahoo also doch noch spitze: Noch nie wurden einem Onlinedienst derart viele Datensätze entwendet wie Yahoo. Neuer Weltrekord: Offensichtlich sind die Daten von rund 500 Millionen Yahoo-Usern in die Hände von Hackern gefallen. Nicht nur Name, Benutzername, E-Mail-Adresse und Passwort (das immerhin verschlüsselt), sondern auch Geburtsdatum, Telefonnummern sowie Sicherheitsfragen samt Antworten. Eine reichhaltige Beute also. Der eigentliche Datendiebstahl liegt bereits eine Weile zurück: Ende 2014 wurden die Daten abgesaugt, doch kürzlich erst ist der Hack aufgeflogen – und das Ausmaß klar geworden.

Der Tumblr-Blog gehört zu Yahoo

Yahoo! bietet viele Dienste an, auch flickr und tumblr

Hacker mit staatlicher Unterstützung

Yahoo vermutet staatlich unterstützte Hackerbanden als Täter. Übersetzt bedeutet das: Es werden wohl russische oder chinesische Hacker gewesen sein. Die üblichen Verdächtigen, sozusagen. Wenn das stimmt – und ich halte das für sehr wahrscheinlich -, macht es das Ausmaß dessen deutlich, was heute nicht nur möglich ist, sondern auch praktiziert wird. Ausländische Dienste saugen ab, was geht – auch mit zweifelhaften Methoden. Warum sollten Russen oder Chinesen auch zurückhaltender sein als die NSA? Die schnüffelt schließlich auch abseits jeder Rechtsstaatlichkeit Onlinekonten aus und hört Kommunikation ab. Weltweit.

Jetzt wurde also konkret gehackt. Eine halbe Milliarde betroffene Kunden – das ist eine neue Dimension. Es gibt allerdings keinen Grund anzunehmen, dass es nicht noch andere Fälle gibt, Einbrüche bei anderen großen Onlinediensten, die nur bislang unentdeckt geblieben sind. Den Yahoo-Hack haben die Sicherheitsexperten ja auch fast zwei Jahre übersehen. Entdeckt wurde das Ganz auch nur, weil ein Hacker namens „Peace“ plötzlich im großen Stil Nutzerdaten von Yahoo-Usern angeboten hat.

Yahoo meldet den bislang größten Hack

Yahoo meldet den bislang größten Hack

Hacker mit staatlicher Unterstützung

Die Passwörter sind bei Yahoo mit dem MD5-Algorithmus verschlüsselt. Ein kryptografisches Verfahren, das heute nicht mehr als wirklich sicher gilt. In der Vergangenheit wurden Yahoo sogar schon mal 450.000 Nutzerdaten mit unverschlüsselten(!) Passwörtern geklaut. Yahoo scheint also besonders anfällig zu sein. Nun könnte man einwenden, dass man heute bei allen relevanten Onlinediensten die Zwei Faktor Authentifizierung einrichten und nutzen kann. Geklaute Passwörter verlieren dann ihren Schrecken. Doch im Yahoo-Fall wurden auch persönliche Daten kopiert, ebenso Sicherheitsfragen und die passenden Antworten dazu. Das ist ein anderes Kaliber.

Grundsätzlich muss man wohl feststellen: Die Kombination aus Benutzername und Passwort hat ausgedient. Diese Methode des Einloggens ist weit davon entfernt, das Prädikat „sicher“ verdient zu haben. Es müssen also dringend neue Methoden her, etwa mit biometrischen Verfahren. Außerdem ist auch der Staat gefordert. Wenn fremde Mächte Daten abgreifen, ist das ein Angriff, der nicht ackselzuckend hingenommen werden darf, sondern der eine entsprechende Antwort verdient. Ebenso mehr Prävention und Abwehr.

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Service Computer: Handy-Displays reparieren

Ärgerlich, unschön, teuer. Fällt das geliebte Smartphone mal versehentlich hin, zerbricht meist das Display. Mit etwas Glück ist nur das Glas kaputt und das Handy funktioniert noch.

Bei vielen, vor allem neueren Smartphone-Modellen aber, tut sich gar nichts mehr. Das einzige was jetzt hilft, ist der Tausch des Displays, was nicht gerade billig ist. Zumindest, wenn der Herstellersupport sich um das Gerät kümmert. Viele Reparaturdienste wie „Handykliniken, Handydoktoren und Co.“ bieten hier günstigere Alternativen und versprechen dabei nur Original-Ersatzteile zu verwenden.

Original ja, aber auch „neu“?

Auf der Suche nach einem Ersatzdisplay stößt man im Internet auf eine Vielzahl von Angeboten. Je nach Smartphone Marke und Modell beginnen die Preise schon bei kleineren zweistelligen Beträgen. Für unter 20 Euro bekommt man schon das Glas für ein Samsung Galaxy S4. Um die 80 Euro kostet bei dem gleichen Telefon die gesamte Displayeinheit. Wenn man den Anbietern glauben darf, sind die Ersatzteile original von Samsung. Ehrliche Verkäufer beschreiben ihre Produkte allerdings als „Refurbished“, also „Wiederaufbereitet“. Dagegen ist nichts einzuwenden, sagen Experten der Computerzeitschrift c’t. Es gibt chinesische Unternehmen, die Displays mit Glasschaden global aufkaufen und diese industriell reparieren. Anschließend werden die Ersatzteile wieder auf den Markt gebracht. Aber sie sollten nicht als „Neu“ verkauft werden.

Service Computer: Handy-Displays reparieren

Leichte Abweichungen in der Helligkeit

Wer sich für ein wiederaufbereitetes Display entschließt, muss mit einigen, kleineren Mängeln rechnen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein „refurbished“ Display dunkler ist, als ein „Neues“. Besonders bei Smartphones, bei denen das Glas mit dem Touchdisplay maschinell verklebt wurde. Beim Wiederaufbereitungsprozess, muss dieser Kleber erhitzt werde, damit man das zerborstene Glas vom intakten Display trennen kann. Anschließend wird ein neues Glas manuell aufgeklebt. Hierbei können leichte Beschädigungen nicht ausgeschlossen werden, die aber ohne weiteres hinnehmbar sind und oft nur in Labortests auffallen. Dafür kosten die „Original-Gebrauchten“ aber etwa nur die Hälfte, im Vergleich zum nagelneuen Ersatzteil. Außerdem kann man immer noch den Artikel zurückschicken, wenn man mit dem Resultat nicht zufrieden ist.

Vorsicht beim Kauf im Internet

Während einige chinesische Firmen darauf spezialisiert sind, defekte Smartphone-Displays wieder herzustellen, sollten unerfahrene Bastler lieber die Finger vom Selbstversuch lassen. Denn viele, neuere Smartphones wie die Generationen von Samsung S5 aufwärts, Sony Experia oder Apple iPhone lassen sich nicht ohne weiteres reparieren. Selbst das Öffnen des Gehäuses erweist sich häufig als schwierig, wenn man nicht das richtige Werkzeug hat. So sind häufig die Handys, bei denen der Akku nicht ausgetauscht werden kann, komplett verklebt. Um den Kleber zu lösen, wird das Handy auf 90 bis 92 Grad Celcius erhitzt. Bei ein paar Grad mehr ist das Smartphone kaputt -ein paar Grad weniger und das Gerät lässt sich nicht öffnen. Im Internet werden trotzdem für diese Modelle einzelne Frontgläser verkauft. Zum Teil auch zusammen mit einer UV-Lampe und Billigwerkzeug. Experten raten davon ab, hier selbst am Smartphone zu fuschen. Das Glas vom papierdünnen Display zu trennen,  wie chinesische Spezialfirmen das machen, ist auf dem Küchentisch nicht machbar. Das anschließende, staubfreie verkleben auch nicht.

Wer die Finger nicht davon lassen kann….

Bei einigen Modellen selbst Hand anzulegen, kann sich trotzdem lohnen. Zum Beispiel beim Samsung Galaxy S2, S3 oder S4. Hier sind die Smartphones noch relativ einfach zu öffnen. Die Rückseite ist nicht verklebt, genau so wenig wie das Glas mit dem Display. Wer eine ruhige Hand hat, sauber arbeiten kann und sich die Mühe nicht scheut, das Glas selber auszutauschen, kann für etwa 20 Euro sein Gerät selbst reparieren. Da die älteren Geräte nicht mehr viel wert sind, hält sich auch das finanzielle Risiko mit dem Reparaturversuch noch mehr zu zerstören, in Grenzen. Höherwertige oder neuere Geräte sollte aber eher der Fachmann reparieren. Zum einen kennt der sich mit den Geräten und den individuellen Schwachstellen aus, zum anderen trägt er das gesamte Risiko, wenn beim Tausch des Displays ein Missgeschick passiert.  Zerbricht beim Einbau zum Beispiel das Austauschdisplay, kann das beim iPhone S6 schnell mal 180 Euro Verlust bedeuten.  Außerdem kostet der Tausch beim Fachmann oft nur unwesentlich mehr, als das Ersatzteil im Internet.

Garantie

Unter den Smartphone-Herstellern, ist  Apple mit der einzige, der keine Ersatzteile an Endkunden verkauft. Nur lizensierte Reparaturwerkstätte erhalten neue oder wiederaufbereitete Ersatzteile, und dürfen diese einbauen. Dadurch bleibt dem Kunden aber auch gleichzeitig die Gerätegarantie erhalten. Anders ist das bei Samsung und Co. Hier sind die Ersatzteile oft frei erhältlich. Wer aber selbst an seinem Smartphone bastelt, muss damit rechnen, nicht nur das Gerät stärker zu beschädigen, sondern auch die Garantie zu verlieren, sofern noch eine besteht.

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Seesaiblingsfilet mit Tomaten-Ragout

Seesaiblingsfilet mit Tomaten-Ragout

Zutaten (für 4 Portionen):

Seesaiblingfilet mit Tomaten-Ragout © NDR Fotograf: Florian Kruck

Tomaten säubern und den Stielansatz entfernen, dann halbieren und in Würfel schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Tomaten hinzufügen.

Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch aus den Schalen kratzen. Das Fruchtfleisch zu den Tomaten geben und verrühren. Etwas Himbeeressig, Zucker und Salz hinzufügen und das Ragout zwei bis drei Minuten bei milder Hitze schmoren lassen.

Saiblingsfilets säubern und die Haut mehrmals leicht einritzen. Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Filets auf der Hautseite braten, bis auch die Oberflächen fast gar sind. Filets wenden und kurz auf der Fleischseite anbraten, dann aus der Pfanne nehmen.

Das Tomatenragout auf Teller geben und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Filets mit der knusprigen Haut auf das Ragout legen und mit etwas Meersalz bestreuen.

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Lachsforellenfilets mit Knoblauch

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 2 Filets mit Haut von der Lachsforelle
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2-3 EL Kokosöl
  • Salz
  • Pfeffer
Lachsforelle mit Knoblauch auf einem Teller © NDR Fotograf: Florian Kruck

Lachsforellenfilets säubern und Gräten entfernen. Die Filets schräg von der Haut in längliche Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.

Kokosöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Die Filetscheiben mit dem Knoblauch in die Pfanne geben und kurz anbraten. Filets und Knoblauch aus der Pfanne nehmen, mit Meersalz und etwas Pfeffer bestreuen.

Als Snack oder Vorspeise mit Salat und Baguette servieren.

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66 Schüler in Kirchweyhe durch Reizgas verletzt

Eine Attacke – mutmaßlich mit Pfefferspray – hat am Dienstagvormittag an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Kirchweyhe im Landkreis Diepholz einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst. Unbekannte Täter hatten an der Gesamtschule zuvor eine Reizgas-Substanz versprüht, die bei vielen Kindern und Jugendlichen unter anderem zu Atemwegsreizungen und Übelkeit führte. Die Lehrer verständigten anschließend sofort die Rettungsdienste.

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Caspar untersagt Facebook Datenabgleich mit WhatsApp

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat Facebook mit sofortiger Wirkung untersagt, Daten von deutschen WhatsApp-Nutzern zu erheben und zu speichern. Zudem müsse Facebook bereits von WhatsApp übermittelte Daten löschen. Die WhatsApp-Nutzer müssten selbst entscheiden können, ob sie eine Verbindung ihres Kontos mit Facebook wünschen, erklärte Caspar am Dienstag. „Dazu muss Facebook sie vorab um Erlaubnis fragen. Dies ist nicht geschehen.“

„Verstoß gegen Datenschutzrecht“

Facebook und WhatsApp seien selbstständige Unternehmen, die die Daten ihrer Nutzer auf Grundlage ihrer Nutzungs- und Datenschutzbedingungen verarbeiten. Nach dem Kauf von WhatsApp durch Facebook vor zwei Jahren hätten sie zugesichert, dass Daten der Nutzer nicht miteinander ausgetauscht würden. „Dass dies nun doch geschieht, ist nicht nur eine Irreführung der Nutzer und der Öffentlichkeit, sondern stellt auch einen Verstoß gegen das nationale Datenschutzrecht dar“, begründete die Datenschutzbehörde die Verwaltungsanordnung. Befolgt Facebook die Anordnung nicht, kann die Behörde Bußgelder verhängen.

Das Online-Netzwerk entgegnete Caspar: „Facebook befolgt das EU-Datenschutzrecht.“ Man sei offen dafür, mit dem Hamburger Datenschützer zu arbeiten, um seine Fragen zu beantworten und Sorgen zu zerstreuen.

Ist Hamburgs Datenschützer überhaupt zuständig?

Entscheidend wird die Frage sein, ob der Hamburger Datenschützer überhaupt zuständig ist. Er argumentiert, Facebook verarbeite Daten in der Hamburger Niederlassung, weil dort das deutschsprachige Werbegeschäft betrieben werde. Deshalb sei nationales Datenschutzrecht anwendbar, wie auch der Europäische Gerichtshof im Juli bestätigt habe. Facebook erklärte stets, das europäische Geschäft werde von Irland aus betrieben und deswegen seien die dortigen Datenschützer zuständig.

WEITERE INFORMATIONEN
Die beiden Logos von Facebook und WhatsApp auf einem Smartphone. © dpa Fotograf: Patrick Pleul
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Facebook bekommt die Handy-Nummer

Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp will künftig einige Daten mit seinem Mutterkonzern Facebook teilen. Fragen und Antworten dazu bei tagesschau.de. extern

Datenweitergabe im August angekündigt

WhatsApp hatte im August angekündigt, künftig die Telefonnummer der Nutzer an Facebook weiterzugegeben. Außerdem sollen mit der Konzernmutter Informationen darüber geteilt werden, wie häufig der Kurzmitteilungsdienst genutzt wird. WhatsApp-Mitglieder konnten zumindest der Verwendung ihrer Daten für die Personalisierung von Facebook-Werbung und Freunde-Vorschläge widersprechen. Die Telefonnummer wird allerdings in jedem Fall mit Facebook geteilt, wenn man die App weiternutzen will.

Nicht Caspars erster Kampf gegen Facebook

Hamburgs Datenschützer Caspar vor dem Stadtlogo © dpa Bildfunk Fotograf: Lukas Schulze

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Caspar legt sich wieder mal mit Facebook an.

Caspar hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, gegen Facebook vorzugehen. Zuletzt wollte er durchsetzen, dass Facebook auch Anmeldungen unter einem Pseudonym zulässt, scheiterte aber vor dem Verwaltungsgericht Hamburg. Das Gericht hatte Caspar an die Facebook-Niederlassung in Irland verwiesen, die das soziale Netzwerk in Europa betreibt.

 

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Handball SGH Rosengarten-BW Buchholz Termine

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Andre Welle

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